Sonntag, 15. März 2026 – 9:00 Uhr – 6 Grad Nieselregen – very Irish Weather, nicht gerade einladend zum Motorradfahren. Egal Göran hat zum Saisonauftakt der Transalp-Freunde Berlin-Brandenburg geladen, also auf zum Treffpunkt.
Pünktlich kurz vor 10 Uhr sind 12 Verwegene an der Jet Tankstelle in Teltow versammelt. Nach kurzer Absprache machen wir uns auf den Weg. Wir, das sind 12 Unverfrorene, mit den verschiedensten Motorrädern, Alter und Geschlecht. Ein bunter, sympathischer Mix an Motorradbegeisterten, die das Hobby verbindet.
Weitestgehend pünktlich fahren wir Richtung Diedersdorf, Groß Schulzendorf, Darbendorf, weiter Richtung Kalinchen und Motzen los. Schnell genossen alle die typische Brandenburger Straßenqualität. Die Transalper und Reiseenduristen waren den (Super)Sportlern im Hinblick auf Komfort etwas überlegen. So ging es dann gemütlich weiter Richtung Teupitz. Den ein und anderen fragenden Blick konnte ich unter einzelnen Helmen spüren, als unser Vorausfahrender auf Höhe Teupitzer See links in eine Waldstraße einbog. Die wunderschöne, kleine, in die Jahre gekommene Straße führt nördlich um den Teupitzer See nach Groß Köris. Für die einen war es eine Freude, für die anderen eine neue Erfahrung. Als das Gröbste geschafft war, machte die Truppe eine kurze Verschnaufpause im Wald.


Es wurde sofort gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht: „… musste im Stehen fahren…“, „… ist auf meinem Supersportler nicht ganz so einfach…“, „… wie, kalte Finger, haste keine Griffheizung? …“
Auf gings zum nächsten Teil der Fahrt, next stop: Dahme/Mark. Zur Auflockerung des Fahrspaßes wurden die typischen Brandenburger Straßen immer wieder von Kopfsteinpassagen unterbrochen. 😊 So ging es via Halbe, vorbei an Teuro, Oderin und Brand zum Spreewald Ring. Da dort wenig Betrieb war und die Temperaturen nicht wirklich zu einem Kaffee im Stehen einluden, entschied sich die Gruppe weiter zur Mittagspause nach Dahme zu fahren.
Über kleine Sträßchen und möglichst kurvig, so das in Brandenburg möglich ist, schlängelte sich unser Band von 12 Motorrädern gemütlich durch die landestypische Landschaft. Alle wirkten etwas erleichtert als der Guide in Dahme auf dem Parkplatz den Helm absetzte und fragte: „Wollen wir was essen gehen?“ Von zwei Seiten kam sofort ein: „Ja, erst mal aufwärmen!“
Immerhin war die Temperatur zwischenzeitlich bereits auf 8 Grad angestiegen.
Unsere Wahl fiel auf das fußläufig erreichbare Griechische Restaurant. Freundlich wurden wir begrüßt und uns ein schöner großer Tisch angeboten. Typisch griechisch kam die Bedienung alsbald mit einem Tablett mit Ouzo gefüllten Gläsern zu uns. Ganz konnten wir die Verwunderung der Bedienung nicht nachvollziehen, als wir dankend ablehnten. Da es wohl die Tage zuvor einen Defekt in der Küche gab, war die Speisenauswahl sehr reduziert. Auch wenn sich alle untereinander noch nicht sehr gut kannten, waren sofort rege Unterhaltungen zu vernehmen. Es ging um Motorräder, Ausfahrten, Reifen, kaputte Straßen. Ihr kennt das sicherlich: typische Benzingespräche. Alle nutzen die Zeit um Erfahrungen auszutauschen, zu fachsimpeln und sich etwas kennenzulernen. Bis alle bestellt, ihr Essen erhalten und dann auch noch bezahlt haben, dauert es halt immer etwas. So trafen wir uns gegen späten Mittag wieder alle an den Motorrädern zum obligatorischen Fotoshooting.

Gestärkt ging es dann auf den zweiten Teil der Runde. Die Gruppe wirkte nun eingefahrener. So konnte der Guide uns etwas zügiger über die tolle Strecke mit einigen Kurven leiten. Auch wenn sich die Gruppe hin und wieder etwas auseinanderzog, fanden wir uns alle immer schnell wieder zusammen. Dieser Teil verlief zügig und kurzweilig, auch wenn die Straßenverhältnisse den einen oder anderen oft zum Fahren im Stehen verleiteten. Schnell waren wir in Dobbrikow. Die Temperaturen von immerhin 9 Grand und der doch recht kühle, böige Wind hatten ihre Spuren bei fast allen hinterlassen. Ein wärmendes Getränk in der Scheune Dobbrikow erweckte wieder die Lebens- und Plaudergeister. Den selbstgebackenen Kuchen kann ich hier nur wärmstens empfehlen. Und immer schön mit dem Vorderrad bergauf parken. 😉
Da die Zeit zwischenzeitlich vorangeschritten war und die einzelnen Teilnehmer in die verschiedensten Richtungen mussten, teilte sich die Gruppe im Bereich Syringhof. Für die „Südberliner“ und mich ging es ein zügiges Stück über die B246 bis sich auch unsere Wege in Trebbin trennten.
Sicherlich sind alle an diesem Nachmittag wohlbehalten und mit einem breiten Grinsen vom Motorrad gestiegen.
Danke Göran für die schöne Tour, Deine Vorbereitung und gute Laune. Es war ein schöner Motorradtag mit lieben und typenoffenen Mitfahrenden. Ich freue mich auf die nächste Fahrt mit euch.
(Bericht: Carsten Bilder: Göran, Torsten)













